Direct access to content Direct access to navigation
News4Kids - Nachrichten und Wissen für Kinder und Jugendliche
Suchen

SPD und Grüne gewinnen Wahl in Hamburg

JPEG - 63.1 kB
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat mit seiner Partei die Wahl gewonnen. (Bild: Steffen Prößdorf, Wikimedia, CC BY-SA 4.0)

25. Februar 2020

Die Menschen in Hamburg haben eine neue Bürgerschaft gewählt. Und diesmal gibt es zwei Gewinner.

Wir erleben gerade turbulente Zeiten in der Politik. Umweltschutz und Klima sind für viele Deutsche inzwischen ganz wichtige Themen. Politiker der rechten AfD sorgen mit ihren Äußerungen und ihrem Verhalten immer wieder für Chaos und Empörung. Die SPD ist schon länger geschwächt und sucht nach einem Weg aus ihrer Krise. Und ähnlich droht es jetzt auch der CDU zu ergehen, die auf der Suche nach einem neuen Chef oder einer neuen Chefin ist.

Wie wirkt sich das alles auf diejenigen aus, denen die Politiker dienen sollen? Also auf die Menschen in Deutschland? Wahlergebnisse spiegeln die Meinungen der Bürger sehr gut wider. Und eine Wahl gab es gerade erst in Hamburg. In dem Stadtstaat wurde eine neue Bürgerschaft gewählt. Die ist vergleichbar mit dem Landtag in anderen Bundesländern. Und ihre Zusammensetzung entscheidet auch darüber, wer in Hamburg künftig regiert.

Zwei Gewinner und drei Verlierer

Die SPD hat zwar auch in Hamburg viele Wählerstimmen verloren, wurde aber trotzdem mit weitem Abstand stärkste Partei. Sie hat die Wahl gewonnen. Zweitstärkste Partei wurden die Grünen. Sie konnten ihre Stimmenzahl gegenüber der Wahl 2015 fast verdoppeln. Die Grünen gehören damit ebenso zu den großen Gewinnern in Hamburg. Zulegen konnte auch die Linkspartei.

Zu den Verlierern der Wahl gehört die CDU. Die Partei verlor viele Wählerstimmen, ebenso wie die FDP. Die sitzt in Zukunft nicht einmal mehr in der Bürgerschaft, denn sie erreichte nicht die dafür notwendigen 5 Prozent. Die rechte AfD schaffte es knapp über diesen Wert, schnitt im Vergleich zur Wahl 2015 aber ebenfalls schlechter ab.

SPD hofft, FDP bekommt Denkzettel

Für die SPD ist das starke Ergebnis in Hamburg ein Hoffnungszeichen. Zu verdanken hat sie das wohl vor allem Bürgermeister und Regierungschef Peter Tschentscher (SPD). Der ist bei vielen Hamburgern beliebt. Seine Politik wird als erfolgreich und gut für die Stadt wahrgenommen. Und die Grünen profitierten wohl stark vom zunehmenden Umwelt- und Klimabewusstsein der Menschen.

Beim Wahlergebnis der CDU zeigt sich offenbar die aktuelle Krise der Partei. Doch auch das Auftreten von CDU-Bürgermeister-Kandidat Marcus Weinberg gefiel wohl zu wenigen Menschen. Bei der FDP könnte der Trubel in Thüringen eine Rolle gespielt haben. Dort ließ sich ein FDP-Politiker mit den Stimmen der rechten AfD zum Ministerpräsidenten wählen. Später trat er zurück, dennoch verärgerte dies viele FDP-Anhänger.